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Wärme- und Stromproduktion auf Island

Island ist die Insel aus Eis und Feuer. Als Tourist auf Island hat man sich bestimmt gefragt, wie die Wärme in die Häuser und Wohnungen gelangt?
Auch Warmwasser, obwohl diese nach Schwefel riecht und schmeckt, kommt auf die selbe Art und Weise aus der gleichen Quelle: aus der geothermischen Quellen der Insel. Die Geothermie ist zu den bedeutendsten Energiequellen auf Island geworden. Denn 20% der gewonnenen Fernwärme, kommt aus regenerativer Quelle der Geothermie und 80% des Stroms aus Wasserkraftwerken. Dafür nutzten die Isländer die unzähligen Bächer und Flüsse, die nicht nur vom Regenwasser, sondern auch vom Schmelzwasser der Gletscher gespeist werden, für die Stromerzeugung. So deckt Island ihren eigenen Strombedarf zu 100% aus erneuerbaren Quellen. Island wird rund um die Uhr versorgt un das Tag und Nacht, bei jedem Wetter, im Sommer wie im Winter.

Wo wird die Energie erzeugt?

Bjarnarflag-Kraftwerk auf Island. Bild: © landsvirkjun.com
Bjarnarflag-Kraftwerk auf Island. Bild: © landsvirkjun.com

Es gibt in Island fünf größten Geothermische Kraftwerke: Krafla mit 60 MW in Nordisland, Nesjavellir mit 120 MW in Þingvellir, Hellisheiði mit 300 MW in Hellisheiði, Svartsengi mit ca. 80 MW in Reykjaneshalbinsel und Reykjanes 100 MW auch in Reykjaneshalbinsel. Die größten Wasserkraftwerken sind auf Island im Norden vom Vatnajökull in Kárahnjúkavirkjun mit 690 MW, Búrfellsvirkjun in Þjórsá mit 270 MW, Sultartangastöð in Þjórsá mit 120 MW, Blöndustöð in Blanda/Blöndulón mit 150 MW und Sigöldustöð in Tungnaá mit auch 150 MW.

Windräder auf Island

Diese ganze Anlagen werden von Elektrizitätsgesellschaft Landsvirkjun betrieben. Landsvirkjun wurde 1965 gegründet und betreibt 11 Wasserkraftwerke, zwei geothermische Anlagen, einen Öl- und gasbetriebenen Kraftwerk und seit Kurzem auch zwei Windräder im Hochland unterhalb des Vulkans Hekla. Jeder, der auf Island war, hat’s bemerkt was typisch für Island ist: der Wind. Es ist wirklich windig.

Im Dezember errichtete Landsvirkjun zu Testzwecken zwei Windkraftanlagen im Bereich des Kraftwerks Búrfell im Süden Islands. Die Turbinen haben insgesamt 2 MW installierte Leistung. Das Projekt ist Teil von Landsvirkjuns Projekt über die Macht Islands. In Island gibt es eine Reihe von Gebieten für die erfolgreiche Nutzung der Windenergie.

Zwei Windkraftanlagen in Vindmyllur auf Island Bild: © landsvirkjun.com
Zwei Windkraftanlagen in Vindmyllur auf Island Bild: © landsvirkjun.com

Die Windkraftanlagen haben jeweils eine Leistung von 900 kW GWh pro Jahr. Die Masten sind 55 Meter hoch und jeder Spaten ist 22 Meter lang. Wenn sich der Spaten in der höchsten Position befindet, ist die Einheit 77 Meter von der Höhe entfernt. Windkraftanlagen wurden für mehr als die derzeit stärksten in Island entwickelt und erreichten 7,5 MW. Es war nur ein Experiment, um zu schauen ob sich diese Investition lohnt. Darüber hinaus sind die Isländer sehr pragmatisch und möchten die Kosten sparen und vorhandene Ressourcen nutzen. Viele Einheimischen waren damit nicht einverstanden. Was in Deutschland üblich ist, findet man auf Island keine Windräder. Die meisten Windenergieanlagen befinden sich in der Nähe von Küsten oder auf See, wo der Wind stärker ist als im Landesinneren. Das Hauptziel des experimentellen Turbinenprojekts von Landsvirkjun besteht darin, Windturbinen in Betrieb zu nehmen. Obwohl dies kein Problem darstellt, wird die Möglichkeit eines Sees von 250-270 Metern über dem Meeresspiegel genau überwacht. Während des Betriebs werden verschiedene Klimastudien durchgeführt, einschließlich Windparks. Mehr Infos zu den Windkraftanlagen auf Island gibt es hier

Wo geht die Reise hin?

Da Island sehr günstig Strom erzeugen kann, und das im Übermaß. Das Problem ist ersichtlich – die so gewonnene saubere Energie kann weder gespeichert noch exportiert werden. Somit könnte diese in naher Zukunft nach Europa exportiert werden und das zu günstigen Preisen. Denn nirgendwo sonst in Europa ist Strom und Heizung so günstig wie in Island. Mehr Infos zum Thema findet ihr hier: Geothermischer Strom könnte bald exportiert werden

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